Der Browser ist für viele Menschen das Programm, in dem ein großer Teil des digitalen Alltags stattfindet. Wir recherchieren, öffnen PDFs, laden Dateien herunter, melden uns bei Diensten an, arbeiten in Webanwendungen und wechseln ständig zwischen Browser und anderen Programmen.
Genau deshalb reicht uns für Priviot Browser nicht die Idee, einen bestehenden Browser nur anders aussehen zu lassen.
Priviot Browser soll ein anpassbarer und modularer Browser werden, der Webseiten, Geräte und Programme sinnvoll miteinander verbindet – ohne daraus eine geschlossene Plattform zu machen.
Eine Oberfläche, die sich an deinen Workflow anpassen kann
Browser sehen unterschiedlich aus, folgen aber oft einem ähnlichen Grundmuster. Priviot Browser soll stärker anpassbar werden.
Geplant sind unter anderem Arbeitsbereiche, Sidebars, kontextbezogene Werkzeugleisten, unterschiedliche Layouts sowie Themes und Designs. Nicht jede zusätzliche Funktion soll dauerhaft Platz in der Oberfläche belegen. Werkzeuge sollen dort auftauchen, wo sie zur aktuellen Aufgabe passen.
Wer einen möglichst einfachen Browser möchte, soll ihn einfach halten können. Wer mehrere Arbeitsbereiche, zusätzliche Module oder eine stärker angepasste Oberfläche nutzt, soll diese Möglichkeiten ergänzen können.
Themes und Designs sollen dabei nicht nur von Priviot kommen. Langfristig sollen auch Entwickler, Designer und Nutzer eigene Oberflächenanpassungen erstellen und veröffentlichen können.
Priviot Share als native Teilen-Infrastruktur
Ein zentraler Baustein soll Priviot Share werden.
Priviot Share ist nicht nur „an ein anderes Gerät senden“. Es ist als gemeinsame Teilen-Infrastruktur für Priviot gedacht. Im Browser kann darüber beispielsweise eine Webseite, ein Link, Text oder eine Datei bewusst an ein anderes Gerät, ein anderes Priviot-Programm oder ein externes Ziel weitergegeben werden.
Auch QR-Codes gehören zu diesem Konzept. Damit lässt sich ein Inhalt schnell auf einem anderen Gerät öffnen, ohne dass dieses dauerhaft mit demselben Setup verbunden sein muss.
Wichtig ist die Abgrenzung zur Synchronisierung: Sync hält beispielsweise Browserzustände oder ausgewählte Daten zwischen Geräten auf dem gleichen Stand. Priviot Share ist dagegen die bewusste Übergabe eines konkreten Inhalts.
Priviot-Programme sollen sich in den Browser einfügen
Der Browser soll eigenständig funktionieren. Du sollst nicht Priviot PDF, Priviot Notes, Priviot Write, Priviot Paste oder Priviot AI installieren müssen, um Priviot Browser zu verwenden.
Wenn diese Programme vorhanden sind, können aber zusätzliche Workflows entstehen.
Eine Webseite kann an Notes übergeben werden. Markierter Text kann in Write oder Paste weiterverwendet werden. Inhalte können bewusst an Priviot AI übergeben werden. Dateien können direkt im dafür passenden Programm geöffnet werden.
Die Programme bleiben getrennt. Der Browser schafft aber sinnvolle Übergabepunkte.
PDFs direkt im Browser – mit weiterführenden Werkzeugen
PDFs sind ein gutes Beispiel für diese Integration.
Eine PDF soll zunächst direkt im Browser geöffnet und gelesen werden können. Darüber hinaus kann Priviot Browser passende Optionen von Priviot PDF anbieten.
Statt eine Datei erst herunterzuladen, den Browser zu verlassen und anschließend manuell im PDF-Programm zu öffnen, kann der Browser erkennen: Das ist eine PDF – dafür stehen zusätzliche Bearbeitungs- und Organisationswerkzeuge zur Verfügung.
Der Browser muss dadurch nicht selbst zu einem vollständigen PDF-Editor werden. Die Idee ist eine tiefere Verbindung zwischen Browser und Priviot PDF, bei der der Übergang möglichst direkt erfolgt.
Ein eigener Store für Erweiterungen, Themes und Module
Priviot Browser soll einen eigenen Priviot Extension Store erhalten.
Dort sollen Erweiterungen, Themes, Designs und weitere Browsermodule veröffentlicht werden können, die speziell für Priviot Browser entwickelt oder auf Kompatibilität geprüft wurden.
Entwickler sollen dort nicht nur kostenlose Inhalte anbieten können. Eigene Erweiterungen, Themes und andere Inhalte sollen auch verkauft werden können.
Aktuell ist für den Store folgendes Modell vorgesehen:
Entwicklerkonto: 25 € einmalig
kostenlose Inhalte: 0 % Provision
kostenpflichtige Inhalte: 15 % Provision
Der eigene Store soll aber kein Lock-in erzeugen. Chromium-/WebExtensions-Kompatibilität und Sideloading sollen daneben weiterhin möglich bleiben.
Der Priviot Store ist damit ein zusätzlicher Vertriebs- und Integrationsweg – nicht der einzige erlaubte Weg zu Erweiterungen.
Warum ein eigener Extension Store überhaupt sinnvoll ist
Ein allgemeiner Erweiterungsstore weiß wenig darüber, wie gut eine Erweiterung mit den speziellen Funktionen eines Browsers zusammenspielt.
Ein eigener Store kann beispielsweise sichtbar machen, ob eine Erweiterung für Priviot optimiert wurde, mit einer bestimmten Browsergeneration geprüft ist oder Priviot-spezifische APIs verwendet.
Das kann besonders bei Funktionen wie Priviot Share, Sidebars, kontextbezogenen Leisten, Designs oder anderen Priviot-Modulen relevant werden.
AI soll einen sichtbaren Datenweg behalten
Auch AI kann im Browser sinnvoll sein – etwa zum Zusammenfassen, Erklären oder Analysieren von Inhalten.
Dabei soll aber erkennbar bleiben, welcher Verarbeitungsweg verwendet wird. Ein lokales Modell ist etwas anderes als ein externer AI-Anbieter.
Priviot Browser soll Seiteninhalte deshalb nicht einfach unsichtbar an einen Cloudanbieter senden. Wenn AI genutzt wird, soll der Datenweg nachvollziehbar bleiben.
Chromium ist die Grundlage, nicht die Produktidee
Priviot Browser wird derzeit auf Chromium als technischer Webplattform entwickelt. Chromium übernimmt damit einen großen Teil der Arbeit rund um Rendering, JavaScript, Webstandards und Webseitenkompatibilität.
Die eigentliche Differenzierung soll darüber entstehen:
Priviot Share
anpassbare Oberfläche
Workspaces und Sidebars
kontextbezogene Werkzeuge
Integration mit Priviot-Programmen
PDF-Workflows
eigener Extension Store
Themes und Designs
offene Erweiterungswege
nachvollziehbare Daten- und AI-Wege
Chromium ist damit die technische Grundlage – nicht die Identität des Produkts.
Noch in Entwicklung
Priviot Browser befindet sich in Entwicklung. Den aktuellen Stand findest du in der Priviot Roadmap.
Die beschriebenen Funktionen zeigen die geplante Produktrichtung. Nicht jede einzelne Funktion ist damit automatisch Bestandteil der ersten veröffentlichten Version.
Fazit
Priviot Browser soll kein bestehender Browser mit einem anderen Logo werden.
Das Ziel ist ein Browser, den du stärker an deinen eigenen Workflow anpassen kannst, der Inhalte über Priviot Share bewusst zwischen Geräten und Programmen weitergibt, Priviot-Werkzeuge sinnvoll integriert und Entwicklern eine eigene Plattform für Erweiterungen und Designs eröffnet.
Lokal. Modular. Deins.