Browser-Erweiterungen gehören für viele Nutzer zu den wichtigsten Möglichkeiten, einen Browser an die eigene Arbeitsweise anzupassen.
Priviot Browser soll deshalb nicht nur Erweiterungen unterstützen, sondern langfristig einen eigenen Priviot Extension Store erhalten.
Der Store soll zwei Aufgaben verbinden: bessere Priviot-Kompatibilität und einen eigenen Vertriebsweg für Entwickler, Designer und Nutzer.
Warum überhaupt ein eigener Store?
Chromium und WebExtensions schaffen bereits ein großes Erweiterungsumfeld. Ein eigener Priviot Store soll dieses Umfeld nicht einfach duplizieren.
Der Unterschied liegt in der zusätzlichen Priviot-Ebene.
Im Priviot Extension Store kann beispielsweise sichtbar werden, ob eine Erweiterung:
ausdrücklich für Priviot Browser optimiert wurde
mit einer bestimmten Priviot-Version geprüft wurde
Priviot-spezifische APIs nutzt
sich in Sidebars oder kontextbezogene Werkzeugleisten integriert
mit Priviot Share zusammenarbeitet
zusätzliche Browsermodule oder Designs bereitstellt
Damit kann ein Nutzer besser einschätzen, welche Erweiterungen nur grundsätzlich kompatibel sind und welche tatsächlich für Priviot entwickelt wurden.
Erweiterungen sollen kostenlos oder kostenpflichtig sein können
Der Store soll nicht nur für kostenlose Erweiterungen gedacht sein.
Entwickler sollen eigene Erweiterungen, Themes, Designs und weitere Inhalte auch verkaufen können.
Aktuell ist folgendes Modell vorgesehen:
Entwicklerkonto: 25 € einmalig
0 % Provision auf kostenlose Inhalte
15 % Provision auf kostenpflichtige Inhalte
Ein Entwickler kann damit eine einfache Erweiterung kostenlos veröffentlichen, eine umfangreichere Erweiterung verkaufen oder ein eigenes Theme kostenpflichtig anbieten.
Das gleiche Grundmodell ist für andere Priviot-Stores vorgesehen, damit Entwickler nicht für jeden Inhaltstyp mit völlig unterschiedlichen Regeln arbeiten müssen.
Nicht nur klassische Extensions
Der Store soll mehr als einen Ordner mit Browser-Extensions darstellen.
Je nach technischem Modell können dort langfristig unterschiedliche Inhaltstypen angeboten werden:
klassische Browser-Erweiterungen
Themes und Designs
Priviot-spezifische Browsermodule
Integrationen für Sidebars oder kontextbezogene Leisten
zusätzliche Workflows rund um Priviot Share
weitere für den Browser gedachte Erweiterungen
Welche APIs und Inhaltstypen tatsächlich zur Verfügung stehen, hängt vom Entwicklungsstand ab.
Auch Nutzer und Designer sollen veröffentlichen können
Nicht jede Anpassung muss von einem klassischen Softwareunternehmen kommen.
Ein Theme kann von einem Designer stammen. Eine kleine Erweiterung kann von einem einzelnen Entwickler gebaut werden. Auch erfahrene Nutzer können Werkzeuge entwickeln, die ihren eigenen Workflow verbessern und anschließend anderen zur Verfügung stellen.
Der Store soll deshalb nicht nur ein Kanal für große Anbieter werden.
Der Priviot Store soll kein Lock-in sein
Ein eigener Store ist nur dann mit der Priviot-Idee vereinbar, wenn er nicht zum einzigen erlaubten Weg wird.
Die geplante Richtung lautet deshalb:
Priviot Extension Store für geprüfte und optimierte Inhalte – Chromium/WebExtensions und Sideloading daneben weiterhin möglich.
Du sollst also nicht gezwungen werden, jede Erweiterung über Priviot zu beziehen.
Der eigene Store schafft zusätzliche Prüfung, bessere Integration und einen Vertriebsweg. Er soll offene Erweiterungswege nicht künstlich abschalten.
Was „bessere Kompatibilität“ konkret bedeutet
Eine Erweiterung kann auf Chromium grundsätzlich funktionieren und trotzdem nicht optimal mit allen Priviot-Oberflächen oder Modulen zusammenspielen.
Ein eigener Store ermöglicht deshalb klarere Kompatibilitätsinformationen.
So kann beispielsweise sichtbar werden:
für welche Priviot-Version eine Erweiterung getestet wurde
ob spezielle Priviot-Funktionen unterstützt werden
ob ein Theme für aktuelle UI-Bereiche ausgelegt ist
ob eine Erweiterung bestimmte Priviot-APIs voraussetzt
Das reduziert nicht automatisch jedes Kompatibilitätsproblem. Es schafft aber einen Ort, an dem solche Informationen gezielt gepflegt werden können.
Monetarisierung ohne Zwang für kostenlose Projekte
Kostenlose Erweiterungen sollen kostenlos bleiben können, ohne dass auf ihren Umsatz eine Provision anfällt – weil es keinen Umsatz gibt.
Bei kostenpflichtigen Inhalten ist aktuell eine Provision von 15 % vorgesehen.
Das schafft einen Vertriebsweg für Entwickler, ohne kostenlose Community-Projekte wirtschaftlich zu benachteiligen.
Noch geplant
Der Priviot Extension Store ist Teil der geplanten Browserplattform und noch nicht als fertiger Store verfügbar.
Store-Regeln, technische APIs und einzelne Inhaltstypen können sich bis zur Veröffentlichung weiterentwickeln.
Der aktuelle Browserstatus wird in der Priviot Roadmap dokumentiert.
Fazit
Der Priviot Extension Store soll nicht einfach ein weiterer Katalog für dieselben Erweiterungen werden.
Er soll ein Ort für Erweiterungen, Themes und Module sein, die gezielt mit Priviot Browser zusammenarbeiten – und gleichzeitig Entwicklern und Designern ermöglichen, eigene Inhalte kostenlos oder kostenpflichtig zu veröffentlichen.
Entscheidend bleibt dabei die Offenheit: Der Priviot Store soll ein zusätzlicher Weg sein, nicht der einzige.