Ein Browser ist ein Werkzeug, das viele Menschen jeden Tag über Stunden verwenden. Trotzdem lässt sich bei vielen Browsern vor allem die Farbe ändern, während Aufbau und Arbeitsweise weitgehend feststehen.
Priviot Browser soll hier stärker anpassbar werden.
Das Ziel ist nicht, jede Oberfläche mit Optionen zu überladen. Unterschiedliche Nutzer sollen den Browser aber unterschiedlich konfigurieren können.
Ein einfacher Browser soll einfach bleiben können
Anpassbarkeit funktioniert nur dann, wenn sie nicht zum Zwang wird.
Wer hauptsächlich Webseiten öffnet, Tabs verwendet und Lesezeichen speichert, soll keinen komplexen Arbeitsplatz konfigurieren müssen.
Zusätzliche Bereiche sollen deshalb optional bleiben.
Wer sie braucht, kann sie aktivieren. Wer sie nicht braucht, soll möglichst wenig davon sehen.
Workspaces für unterschiedliche Kontexte
Workspaces sollen helfen, unterschiedliche Aufgabenbereiche voneinander zu trennen.
Ein Nutzer kann beispielsweise einen Bereich für Arbeit, einen für Recherche und einen für private Themen verwenden.
Dabei geht es nicht nur um eine andere Tabfarbe. Ein Workspace kann langfristig auch mit unterschiedlichen angezeigten Modulen oder Seitenleisten zusammenhängen.
Welche Workspace-Funktionen in welcher Version erscheinen, hängt vom Entwicklungsstand ab.
Sidebars als zusätzlicher Arbeitsbereich
Eine Sidebar kann Informationen oder Werkzeuge zeigen, ohne dass die aktuelle Webseite vollständig verlassen werden muss.
Das kann beispielsweise für Recherche, Mediensteuerung, zusätzliche Werkzeuge oder bestimmte Erweiterungen sinnvoll sein.
Priviot Browser soll solche Bereiche nicht pauschal mit Funktionen füllen. Module und Erweiterungen sollen sie gezielt nutzen können.
Kontextbezogene Werkzeugleisten
Ein weiterer Baustein ist eine temporäre kontextbezogene Leiste unterhalb der Hauptnavigation beziehungsweise oberhalb der Lesezeichenleiste.
Diese Leiste soll nur erscheinen, wenn ein aktives Modul oder eine konkrete Aufgabe sie benötigt.
Eine Medienfunktion kann dort beispielsweise Steuerelemente anzeigen. Ein anderes Modul kann Buttons, Regler oder Statusinformationen bereitstellen.
Damit müssen zusätzliche Funktionen nicht dauerhaft die Hauptoberfläche belegen.
Themes sollen mehr als Hell und Dunkel sein
Priviot Browser soll ein eigenes Theme- und Designsystem erhalten.
Priviot kann eigene Designs veröffentlichen. Gleichzeitig sollen auch externe Entwickler, Designer und Nutzer eigene Themes erstellen können.
Dadurch kann ein minimalistischer Browser anders aussehen als ein Setup für umfangreiche Recherche oder Mediennutzung.
Wie tief ein Theme in Layout und Komponenten eingreifen darf, muss technisch und sicherheitlich klar begrenzt werden. Der Grundgedanke bleibt aber: Das Erscheinungsbild soll stärker anpassbar sein als nur über eine Akzentfarbe.
Designs können Teil des Extension Stores werden
Themes und Designs sollen auch über den geplanten Priviot Extension Store veröffentlicht werden können.
Damit können kostenlose Community-Designs neben kostenpflichtigen Themes stehen.
Für den Store ist aktuell ein Entwicklerkonto für 25 € einmalig, 0 % Provision auf kostenlose Inhalte und 15 % Provision auf kostenpflichtige Inhalte vorgesehen.
Der Store soll gleichzeitig Informationen zur Kompatibilität mit aktuellen Priviot-Versionen bereitstellen können.
Entwickler sollen die Browseroberfläche sinnvoll erweitern können
Anpassbarkeit betrifft nicht nur Optik.
Erweiterungen und Module können langfristig zusätzliche Bereiche des Browsers nutzen, wenn dafür definierte Schnittstellen vorhanden sind.
Dazu können beispielsweise Sidebars, kontextbezogene Leisten oder andere dafür vorgesehene Integrationspunkte gehören.
Das ist ein anderer Ansatz als Erweiterungen, die ausschließlich ein kleines Popup neben der Adressleiste öffnen.
Anpassbarkeit braucht Grenzen
Mehr Freiheit bedeutet auch mehr Komplexität.
Ein Browser muss weiterhin sicher und verständlich bleiben. Ein Theme sollte keine sicherheitsrelevanten Hinweise verstecken können. Eine Erweiterung sollte nicht allein durch ein Design zusätzliche Berechtigungen erhalten.
Deshalb müssen Design-, Erweiterungs- und Berechtigungsmodell getrennt bleiben.
Anpassbar bedeutet nicht grenzenlos.
Priviot-Programme sollen sich einfügen können
Auch eigene Priviot-Programme und Module können die kontextbezogenen Bereiche nutzen.
Wenn beispielsweise eine PDF geöffnet wird, kann der Browser passende Optionen aus Priviot PDF anbieten.
Bei einer anderen Aufgabe können Priviot Share oder weitere Werkzeuge relevant werden.
Der Browser soll damit auf den Kontext reagieren, statt jede mögliche Funktion immer gleichzeitig zu zeigen.
Noch in Entwicklung
Priviot Browser befindet sich in Entwicklung. Der aktuelle Stand steht in der Priviot Roadmap.
Themes, Workspaces, Sidebars und kontextbezogene Module beschreiben die geplante Richtung. Konkrete APIs, Layoutgrenzen und der Umfang einzelner Funktionen können sich bis zur Veröffentlichung ändern.
Fazit
Priviot Browser soll nicht jedem Nutzer dieselbe Oberfläche aufzwingen.
Ein einfacher Browser soll einfach bleiben. Gleichzeitig sollen Nutzer, Designer und Entwickler deutlich mehr Möglichkeiten erhalten, Oberfläche, Workspaces, Themes und zusätzliche Module an ihren eigenen Workflow anzupassen.
Das ist ein wesentlicher Teil von Modular und Deins.